Wie Europa seine wirtschaftliche Zukunft neu baut – mit Herbert Diess

Shownotes

Geopolitische Konflikte, Energiekrisen, wirtschaftlichen Druck – erlebt Europa gerade eine Ausnahmesituation oder die neue Normalität? Und braucht es deshalb ein neues Geschäftsmodell? »investiert!«-Hostin Janin Ullmann spricht mit Ihren Gästen Herbert Diess und Janne Werning über europäische Autonomie und die Frage, was sich konkret ändern muss, damit Innovation auf dem alten Kontinent nicht immer ausgebremst wird. Müssen wir besorgt oder dürfen wir optimistisch sein? Wo liegen aktuell die Chancen für Anleger? Und ist „Make Europe Great Again“ mehr als nur ein Schlagwort?

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00:00:00: Die im Podcast besprochenen Finanzthemen stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.

00:00:05: Union Investment, die Moderatoren und die Gäste haften nicht für etwaige Verluste, die auf Basis der geäußerten Gedanken-, Ideen- und sonstigen Inhalte entstehen.

00:00:14: Na jetzt besinnen wir uns bitte auf das was zu tun ist – da ist viel zu tun!

00:00:18: Und dann bitte nicht nur auf den Kanzler schauen, was der denn tun müsste sollen.

00:00:22: jeder kann.

00:00:23: Was tun?

00:00:23: Es sind Probleme, die bewältigbar sind wenn man sie sich vornimmt Und was in unserer Diskussion oft zu kurz kommt, ist das die meisten Probleme, die wir diskutieren.

00:00:35: In anderen Ländern genauso

00:00:36: groß.

00:00:49: Herzlich willkommen!

00:00:50: Ich freue mich sehr, dass Sie heute mein Gast sind.

00:00:52: Willkommen bei INVESTIERD.

00:00:54: Ich

00:00:54: bin sehr gerne hier.

00:00:55: Premier of Skip Break?

00:00:56: Ja ich mich auch, weil ich glaube, wir werden heute wahnsinnig viel von Ihnen lernen können... Sie waren oder haben einen Weltkonzern geleitet.

00:01:05: Ich

00:01:05: leite immer noch.

00:01:06: Ja, jetzt nach wie vor immer noch!

00:01:07: Ich meine jetzt erstmal VW aber sie leiten natürlich immer noch ein Weltkonzern mit Infinien.

00:01:14: jetzt und wir haben gerade kurz mal eben als die Kameras noch nicht liefen darüber gesprochen dass wir beide eine Fußballleidenschaft haben sie allerdings ein bisschen für den anderen Verein als ich und waren da eben auch bei Bayern München in Managementfunktion tätig.

00:01:32: Was haben Sie da gelernt, was Ihnen vielleicht für den Blick auf Wirtschaft vielleicht auch noch mal etwas mitgegeben hat?

00:01:41: Also ich habe viel gelernt.

00:01:42: Ich war damals bei Bayern im Vorstand dabei als auch um die Nachfolge von Uli Hoeneß ging.

00:01:48: bewegte Zeiten für die Bayern aber einfach ein toll geführter Verein.

00:01:53: Ich bin nicht großer Fußballer.

00:01:56: Ich bin da in den Vorstand mitgekommen, weil VW dort eine Beteiligung hat und die wird ausgeübt durch Audi und ich wurde da reingeschickt aber habe unglaublich viel gelernt von dem Uli Hoeneß und auch über diese Komplexität dieses Spiels.

00:02:11: Dieses Spiel ist... Deswegen zitiere ich das ganz häufig und schweife ein bisschen ab wenn wir in China sind.

00:02:18: Das halte ich für eine große schwäche Chinas so ein Komplexes Thema zu treiben.

00:02:24: Und Fußball ist außerordentlich komplex, es hat diese Ebenen Kader Einzelspieler Fan Kurve Vorstand Technikchef Die Saison als Zeitraum die die Vorbereitung Kader Größe ist so vieldimensional dass es wahrscheinlich eine der komplexesten Management-Aufgaben ist, die es überhaupt gibt.

00:02:45: Aber auch ist das ja nicht nur rational.

00:02:48: Es ist nicht so, wenn Sie die besten Spieler haben gewinnen sie die Meisterschaften.

00:02:52: Das ist auch nicht so ,dass das größte Land mit den meisten Spielern alle Weltmeisterschafte gewinnt.

00:02:56: Und auch nicht das Team, was das meiste Budget zur Verfügung

00:03:00: hat.

00:03:00: Absolut!

00:03:00: Auch das ist ein gutes Beispiel.

00:03:05: Wir haben ja vorher gesprochen, Wolfsburg und Bayern.

00:03:07: Die sind wahrscheinlich gar nicht so unterschiedlich.

00:03:09: Und wenn wir jetzt über die Wirtschaft sprechen?

00:03:11: Das ist auch ein hochkomplexes Thema.

00:03:14: Darum wird es bei uns im Gespräch gehen – all das Chaos, was wir gerade sehen hauptsächlich in Europa aber überhaupt global und wie man wirtschaftlich zukunft bauen kann.

00:03:27: Wo gibt's vielleicht auch Chancen?

00:03:29: Das wird hier unser Gesprächsthema sein.

00:03:32: Aber vorab!

00:03:33: Herr Dies, meine Standard-Einstiegsfrage ist was würden Sie mit Zehntausend Euro machen?

00:03:40: und das würde ich natürlich auch von Ihnen wissen.

00:03:42: Mit Zehnteusend Euro?

00:03:44: Ja die Aufgaben gibt es bei mir, ich investiere gerade einerseits in eigene Unternehmen Und da würde ich das mit reinstecken.

00:03:56: Ich habe ein Projekt, einen elektrischen Traktor auf die Straße zur E-Verkauf deswegen auch ein Auto um es da reinzustecken.

00:04:03: also dieses Thema Ressourcenallokation treibt mich und dann würde ich die Zehntausend auch mitnehmen.

00:04:09: Das wird mich jetzt dort nicht retten aber hätte im Beitrag sein und da würde sich das investieren weil die Chancen glaube ich für Investoren, für Risikofreudige Leute waren noch nie größer als heute.

00:04:24: Woran liegt das?

00:04:26: Ja, wir haben so viel wechseln und ich habe lange Zeit in Spanien gelebt.

00:04:29: da sagt man in Rio Revolto ganancia de pescadores was soviel heißt wenn es Wasser bewegt ist dann kommt die zeit der Fischer.

00:04:38: Ah ja!

00:04:39: Und Sie sind sozusagen mit der Angel parat?

00:04:41: Ja ich bin mit der angel parat und ich glaube viele gerade die jetzt auch gründen die diese neuen chancen erkennen weil sie eben nah dran sind an den themen haben jetzt unglaubliche Chancen.

00:04:55: Jetzt ist die Zeit, wo neue Konzerne entstehen können.

00:04:59: Sehr gut!

00:05:00: Wie das genau funktionieren kann?

00:05:02: Wie man die Chancens für sich nutzt darüber sprechen wir gleich vorher noch... Was würden Sie sagen, war Ihre schlechteste finanzielle Entscheidung Ihres Lebens?

00:05:13: Über die möchte ich nicht sprechen.

00:05:16: Warum

00:05:16: nicht?!

00:05:17: Ja, natürlich auch in den Unternehmen, in denen ich tätig bin, mich immer engagiert Und bei VW habe ich viel Geld verloren.

00:05:25: Verstehen?

00:05:27: Was ist die beste Entscheidung finanziell gesehen ihres Lebens?

00:05:32: Ja, das sind viele Einzelentscheidungen...

00:05:36: Treffen Sie die immer alleine?

00:05:38: Nein, nein, nein!

00:05:40: Die Wahrheit liegt einmal im Raum und findet man im Gespräch.

00:05:44: Die hat man nicht selber.

00:05:45: Ich glaube immer großen.

00:05:48: Ich bin skeptisch bei Leuten, die schon alles genau wissen und keine Fragen haben.

00:05:54: Sehr

00:05:54: gut!

00:05:55: Was für Menschen umgeben Sie sich da am liebsten?

00:05:58: Eine gute Mischung.

00:05:59: Ich habe Unternehmerfreunde natürlich auch viele Freunde, die noch in Vorstellungsaufsichtsräten tätig sind mit denen man spricht aber dann auch ganz andere Milieus.

00:06:10: ich hab in Spanien Landwirtschaft und Hotelbetrieb Und es ist auch unglaublich bereichernd, mit diesen Leuten zu sprechen.

00:06:20: Man braucht ein Bild von der Welt.

00:06:21: Was bewegt die Menschen?

00:06:23: Was sind die neuen Trends?

00:06:24: Was kommt an?

00:06:26: Was mögen die Menschen?

00:06:27: und dann kriegt man ein ganz gutes Gefühl, wo lohnt sich's?

00:06:31: Dann kommt natürlich auch Erfahrung dazu.

00:06:33: Das kann ich schon mal für zehn oder vor zwanzig Jahren.

00:06:37: Und wenn Sie jetzt genau die Menschen, die sie jetzt angesprochen haben.

00:06:40: Aber auch zum Beispiel in Uli Hoeneß was kannten Sie noch nicht?

00:06:43: Was Sie auf Ihren eigenen Weg auch ein Stück vorangebracht haben?

00:06:47: Im Fußball hat mich wirklich beeindruckt diese Komplexität.

00:06:50: Diese Viel-Dimensionalität.

00:06:51: weil wenn man Fußball guckt so vor dem Fernseher oder im Stadion und dann sagt man Mensch jetzt hätte aber das machen müssen und der Trainer hat den Preusch eingestellt

00:07:00: Das ist

00:07:01: offensichtlich.

00:07:01: hier aber diese Dimension zu erkennen.

00:07:04: Uli Hünnes war z.B.

00:07:05: immer ein Fan von einem kleinen Kater Weil er sagt, wenn zu viele Leute auf der Bank sitzen ist nicht gut für die Gesamtstimmung.

00:07:14: Die Leute müssen Interesse haben.

00:07:15: Da gibt es unterschiedliche Strategien oder dann auch wie man so eine Saison plant, dass man die Leute nicht verschleißt und das hat schon eine Komplexität.

00:07:28: Da ist

00:07:29: viel Dynamik, wie auch gerade in der Welt.

00:07:33: Ist so viel Dynamic aktuell?

00:07:35: Wie eigentlich lange nicht?

00:07:37: Zumindest ist das tatsächlich glaube ich das Gefühl was auch viele Menschen haben was viele Menschen gerade umtreibt.

00:07:44: also geopolitisch es wirtschaftlich ein wahnsinniger Druck.

00:07:48: man hat das Gefühl alles liegt irgendwie im Chaos.

00:07:51: Ist das ein Gefühl oder ist das tatsächlich so?

00:07:55: Ja, ich glaube es ist natürlich schon viel los auf der Welt.

00:07:59: Natürlich durch die Konflikte.

00:08:01: Wir haben den Ukraine-Krieg, der andauert und da muss sich immer wieder auch die Seiten, die die Oberhand haben offensichtlich wechseln.

00:08:12: Was da glaube ich schon sehr erfreulich ist dass sich die Ukraine offensichtlich mit der westlichen Unterstützung gut verteidigen kann.

00:08:18: Das ist schon eine Erkenntnis der letzten Jahre das auch dort nicht nur Größe zählt.

00:08:23: Wir haben jetzt natürlich durch Trump auch mit seiner emotional Getriebenen und für manche vielleicht nicht sehr strukturiert erscheint ein Politik, einfach eine Dynamik in der Weltordnung.

00:08:37: Mit dem Aushebeln im Prinzip der weltweiten Institutionen des Welthandels natürlich auch die Dynamik reinbekommen.

00:08:47: Die kannten wir nicht den letzten zwanzig-dreißigen Jahren.

00:08:50: auf der anderen Seite!

00:08:51: waren die Herausforderungen immer auch da.

00:08:53: Wir hatten immer tarifäre Hemmnisse in der Automobilindustrie, wir konnten nach USA nie große Pickup-Tracks importieren.

00:09:01: Sie hatten immer Steuern, hohe Imporzölle im China über Jahrzehnte lang.

00:09:06: also das nichts Neues.

00:09:07: aber die Dynamik ist schon höher und überlagert wird es jetzt durch einen technologischen Umbruch, der durch KI kommt.

00:09:14: Da hat man sich viele neue Chancen eröffnet.

00:09:18: undurchsichtig ist.

00:09:19: Was kommt da wirklich raus, wo endet es?

00:09:21: Und von daher ist die Gemengelage wahrscheinlich schon extrem komplex.

00:09:25: aber auf der anderen Seite sage ich wenn man sich auch, wenn man nicht nur eben dann die Haltungsfrage auf die Dinge konzentriert, die einem bedrohen sondern auch die Chancen sieht und auf dieser Seite bin ich eher zu Hause dann glaube ich ist diese Welt voller Chancens so voll mit nie.

00:09:42: und ich würde auch Trump den wir sehr kritisch sehen aus europäischer Perspektive.

00:09:51: In der Wirkung ist er bisher ja nicht so schlimm, wir reduzieren jetzt wirklich unseren fossilen Energieverbrauch und schalten schneller auf Elektrifizierung um.

00:10:07: Das Ergebnis eines Regimewechsels im Iran kann auch positiv sein, selbst wenn es jetzt nicht vollständig vollzogen ist.

00:10:13: Aber das hat immer auch Chancen und ich finde Trump vor allem eine große Chance für Europa weil er sich eben von uns distanziert, weil er eher eine Bedrohung ist für Europa.

00:10:26: Und mir ist da immer das Bild von Deutschland so im Hintergrund, dass wir in der Geschichte gelernt haben.

00:10:32: Das war ein Verbund von einzelnen regionalen Mächten.

00:10:43: Bayern, Sachsen, natürlich Preußen, Stadtstaaten, die Hanse, dass erst siebzehntfünfzig sich zur Nation entwickelt hat und Das hat damit zu tun, dass es eine Bedrohungslage gab.

00:11:00: Und das war Napoleon.

00:11:02: Es war damals schon Napoleon

00:11:03: III.,

00:11:04: aber dadurch, dass Napoleon gezeigt hat, dass diese Einzelstaaten eigentlich machtlos sind gegen die Nationen, hat sich damals die deutschen Nationen gebildet und auch die italienische übrigens ... Ähnlichen Effekt kann auch Trump auf Europa haben wenn er noch länger im Amt bleibt.

00:11:20: Das heißt sehen Sie, dass Europa sich dadurch auch neu und formiert im Sinne von auch mehr Zusammenrück?

00:11:27: Ja,

00:11:27: ich glaube schon.

00:11:28: Europa kann sich damit emanzipieren.

00:11:31: Man sieht da die ersten Schritte ein bisschen militärisch sehr viel näher zusammengerückt.

00:11:35: Auch England, UK nähert sich wieder Zentral-Europa an.

00:11:42: Wir müssen gemeinsame Fronten aufbauen, weil jedem klar ist dass Deutschland alleine weder gegen China noch gegen die USA irgend ein Gewicht haben.

00:11:54: und von daher dieser außer äußere Druck der hilft auch der wirtschaftliche Druck.

00:11:58: Ich glaube schon das war jetzt über erst hafte Reform in Europa diskutieren insbesondere den Markt wirklich zu einem Pan-Europäischen Markt zu machen.

00:12:08: Und von daher kann man eben Trump auch was Positives abgewinnen.

00:12:12: Und trotzdem beeinflusst er natürlich zum Beispiel die Zelle, was hat das für eine Auswirkung?

00:12:19: Die wir vielleicht gar nicht so umreißen können aber eben auch für die Wirtschaft und aus ihrer Topmanager-Innsicht.

00:12:28: Er kommt ja mit sehr hohen Forderungen, die dann relativiert werden.

00:12:33: Den Handel mit China hat er jetzt nicht maßgeblich noch beeinflusst.

00:12:37: Der besteht weiterhin USA-Kina und hat sich ein bisschen verschoben in andere Segmente Aber er hat sich dann auch gemäßigt.

00:12:44: Für die Automobilhersteller weltweit ist fast die gleiche Bedingung für Europa wie für Korea, für Japan also.

00:12:51: der Wettbewerb hat sich damit nicht großartig verschoben und ich glaube dass die meisten Hersteller damit zurechtkommen werden.

00:12:57: für einzelne die nur exportiert haben nach USA es mit Sicherheit eine große Herausforderung aber in Summe hat die Automobilindustrie immer mit Importzöllen zu tun gehabt weil dieses Produktautomobil so attraktiv ist für jede Volkswirtschaft, dass jede Volks Wirtschaft versucht diese Fertigung ins Land zu bekommen.

00:13:20: Das macht man mit Zöllen und dann mit Abkommen Und ich bin ja vor thirty-fünf Jahren in der Automobilindustrie und das war immer so.

00:13:31: Und es war wahrscheinlich jetzt immer so sein.

00:13:33: Aber

00:13:33: war's wirklich immer so?

00:13:34: Weil der Eindruck ist schon, dass es für die Automobilindustrie gerade schwere ist!

00:13:40: Ja, in der Geschwindigkeit diese Änderungen kommen mit Sicherheit – ist es schwieriger... Aber die Welt des Automobils war immer eine produktionistische.

00:13:52: In Amerika, das war immer noch der größte offene Markt bis auf die großen Pick-up Trucks.

00:13:59: Die konnten sie nicht – es geht zurück ab die sechzige Jahre mit den sogenannten Chicken Tags – die konnten Sie eben nur in Amerika für Amerika bauen.

00:14:08: Und der Rest der Welt war immer geschützt durch hohe importzuelle Indien, zweihundert Prozent Lateinamerika.

00:14:15: Hundert Prozent China bis vor wenigen Jahren noch mit über hundert Prozent.

00:14:21: Also die produktionistische Maßnahmen dann auch nicht monetär nach Japan über technische Regularien, das ist nichts Neues für die Autoindustrie.

00:14:30: Die Geschwindigkeit der Ankündigungen, Änderungen, Relativierungen – das stellt sicherlich Herausforderung dar, weil natürlich die Investitionszyklen in der Automobilindustrie sind langfristig und haben investiert für vierzig Jahre.

00:14:42: Und wenn wir alle halbes Jahr ein neues Zoll-Regime haben, ist es schwierig sich darauf einzustellen.

00:14:48: Aber die Unternehmen, die vorher schon robust aufgestellt waren und es sind viele Deutsche auch BMW mit großen Fertigungen in den USA, werden damit zurückkommen?

00:14:57: Jetzt muss man sagen dass es neue Herausforderungen sind und sie sagen auch in dieser Geschwindigkeit wie Dinge plötzlich entschieden werden und dann doch nicht enorme Summen genannt werden, ist das etwas?

00:15:10: Weil ich ... Das ist auch ein Gefühl, sag' ich jetzt mal.

00:15:13: Dass viele dachten, dass es hier eine Ausnahmesituation, jetzt gerade mit einem Trump auch der Set zum zweiten Mal dann diese Position bekommen hat als Präsident.

00:15:22: oder ist das unsere neue normale Welt?

00:15:27: Wie sehen Sie das?

00:15:29: Ja, so lange Trump da ist.

00:15:31: Ich glaube schon dass Trump ein Faktor das ja auch nicht kühl ist von ihm.

00:15:36: Der sagt der Unberechenbarkeit ist wichtig ich glaube schon, dass es ein Factor ist und wenn es eine Zeit nach Trump gibt vielleicht dann wird sich das wahrscheinlich schon wieder relativieren weil der Mensch tendiert natürlich schon zu langfristigen Wirtschaftsbeziehungen auch persönlichen Beziehungen und man will sich auf Leute verlassen können.

00:15:54: aber wie lange diese Unberechnbarkeiten?

00:15:56: Ich glaube, das ist schon ein Trump-Effekt.

00:16:03: Ob es wieder zurückgeht kann man nicht sagen weil wir projizieren sehr stark auf Trump.

00:16:08: aber es ist ja in der Tat die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung die diese Politik schon will diesen Fokus auf Amerika auch dieses aggressive Auftreten gegenüber dem Rest der Welt Das finde ich eine große Unterstützung.

00:16:21: Es ist also nicht mit Trump wenn er den Ginge vorbei glaube

00:16:26: Unberechenbar kalt, das steht so ein bisschen im Gegensatz zu dem wofür sie stehen finde ich.

00:16:32: Weil Sie sagen auch, Sie möchten eine Ordnung.

00:16:35: Sie stehen für die Ordnung und dafür dass sich Dinge einordnen.

00:16:40: Wie ordnen Sie denn?

00:16:42: gerade die aktuelle Wirtschaft ein, wenn wir auch in den nächsten Jahren eine nähere Zukunft schauen.

00:16:48: Was bedeutet das für Globalisierung?

00:16:51: Ich glaube

00:16:52: jetzt aus der deutschen Perspektive immer noch zu sehr auf unsere Herausforderungen aber auf das gucken was nicht funktioniert.

00:17:05: Wahrscheinlich haben Sie auch gelesen vom Gabarsteinberg dieses Buch Das Systemversagens, wo er historisch analysiert, warum in Deutschland nichts funktionieren kann.

00:17:17: Und da geht dabei zurück auf Adenauer der falsche Rentenreform und dem Föderalismus.

00:17:22: Auf das was außen rum um uns passiert, auf den starken Kinas... Und ich finde, es reicht jetzt auch mit der Analyse.

00:17:29: Jetzt besinnen wir uns bitte auf das, was zu tun ist und da ist viel zu tun!

00:17:34: Und dann bitte nicht nur auf den Kanzler schauen, was der denn tun müsste, sondern jeder kann etwas tun – und es sind Probleme die bewältigbar sind wenn man sie sich vornimmt.

00:17:44: Was in unserer Diskussion oft zu kurz kommt, ist dass die meisten Probleme, die wir diskutieren in anderen Ländern genauso groß sind oder größer.

00:17:53: China hatten gravierendes Problem der Überalterung, der Bevölkerung, hat ein großes Problem der Jugendarbeitslosigkeit, hat einen Wachstumsproblem, hat Immobilienblasen in einer Größe die für uns umverstellbar sind.

00:18:06: Hundert Millionen Wohnungen wurden zu viel investiert und stehen leer.

00:18:10: man weiß nicht was wir damit tun sollen.

00:18:11: Infrastruktur Und ganz egal wo Sie hingucken, gucken Sie nach USA.

00:18:15: Möchten sie in den USA leben heute?

00:18:17: Viele nicht mehr.

00:18:18: USA ist zum Auswanderungsland geworden.

00:18:22: Dort partizipieren nur vielleicht ein oder zehn Prozent der Bevölkerung wirklich vom Wachstum und die anderen gehen dabei leer aus.

00:18:32: Also es ist so dass wir unsere Probleme sehr gut verinnerlicht verstanden haben Aber die Welt um uns rum ist auch voller Probleme und da haben wir immer noch Stärken.

00:18:43: Und ich finde es sollten jetzt mal die Themen angehen hier, eins nach dem anderen, die Bahnen reparieren.

00:18:49: Das kann man alles reparieren!

00:18:51: Und dann kann Deutschland in Europa mit Europa nicht alleine, aber Deutschland in einem gestärkten Europa hat aus meiner Sicht eine großartige Zukunft.

00:19:00: Dafür brauchst du aber auch wahnsinnig viel Geld.

00:19:02: Jetzt haben Sie schon gesagt, also Wirtschaftsvolumen sind auch in Deutschland eher gering das Wachstum.

00:19:11: Und gerade wenn es auch darum geht, wenn wir uns angucken, dass alles wird teurer?

00:19:17: Wir haben die Energiepreise und die Spritpreise.

00:19:20: Wenn man in den Supermarkt geht Lebensmittel wo sind die Chancen?

00:19:28: Ja nur gut!

00:19:31: Zwei, drei Jahrzehnte fast keine Inflation.

00:19:34: Fast deflationäre Effekte und sind es nicht mehr gewohnt.

00:19:37: Ich bin schon ein bisschen älter, kann mich an die siebziger Jahre erinnern.

00:19:41: Wie war's da?

00:19:41: Da hatten

00:19:41: wir auch sechs, sieben Prozent Inflations.

00:19:44: Die Bankzinsen waren bei zehn, elf, zwölf Prozent.

00:19:50: Die Wirtschaft kam dann wieder in Wachstum, also die Zyklien hat es immer gegeben und das sind schon bewältigbar.

00:19:55: Und wir sprechen ja nicht von der Hyperinflation wie wir es in Lateinamerika in vielen Ländern sehen.

00:20:00: aber natürlich ist Inflation ein großes Problem.

00:20:02: jetzt darf man sich aber nicht da vor dazu verleiten lassen alles weg zu subventionieren weil das ist ja zum Teil der Markt.

00:20:10: Ich fand jetzt die Maßnahmen dem Bezinpreis zu subventionieren, was in einigen Ländern passiert.

00:20:16: Das ist nicht hilfreich, weil natürlich was wir eigentlich wollen ist der Wandel weg von der fossilen, inelektrifizierte Welt und die ist günstiger.

00:20:25: Diese neue elektrische Welt wird bei uns häufig stilisiert.

00:20:29: Ist eine große Herausforderung?

00:20:30: Ja!

00:20:31: Die Bedarf hoher Investitionen.

00:20:33: aber danach wird alles günstige Autofahren.

00:20:35: Die Autofahrer, die jetzt elektrisch fahren, die kriegen das nicht mit, was beim Benzinpreis passiert.

00:20:42: Weil der Strom ist ja auch nicht teurer geworden.

00:20:46: Perspektivisch wird Strom immer günstiger, mehr erneuerbare wir im Netz haben.

00:20:50: Also es gibt viele Trends die eigentlich davon, die mir sagen, eigentlich ist diese Inflation jetzt ein temporärer Schock müsste aber zurückgehen.

00:21:00: Dazu gehört Energiepreis.

00:21:03: der Zubau an neuer Energie in dem letzten Jahr war zu Neunzig Prozent weltweit.

00:21:09: so la, Solarstrom ist unglaublich günstig.

00:21:12: Sie können Solarstrom produzieren, sie in Deutschland heute für drei Cent die Kilowattstunde und indem noch mehr Solar zugebaut wird.

00:21:20: weltweit wird Energie günstiger.

00:21:22: Öl wird auch günstig werden weil wir den Peak Oil Punkt in den großen Verbrauchern überschritten haben.

00:21:28: China ist drüber da ging sogar jetzt auch der die Verwendung von Kohle erstmals im letzten Jahr zurück Indien sogar auch rückgängige Kohle absetzen weil die erneuerbaren so viel Anteil gewinnen und weil sie so günstig sind.

00:21:44: Das wird dazu führen, dass Energie günstiger wird und damit wird auch wieder Öl ist ja noch in Unmengen vorhanden wird wahrscheinlich auch wieder zurückgehen.

00:21:54: Und wann spüren wir das?

00:21:55: Dass es alles günstige wird?

00:21:57: Ja mein Gott!

00:21:57: Es ist natürlich in so einer Krise gibt's natürlich auch so einen Effekt wo die Unternehmen sagen naja jetzt erhöhen wir mal die Preise und nehmen das mit.

00:22:05: Deswegen hat schon eine Hysterese.

00:22:08: Aber dann muss man eben konsequent umsteuern, konsequent auf Erneuerbare setzen.

00:22:13: Die in Erneauerbaren zum Durchbruch helfen.

00:22:15: Man braucht Speicher, stationär Speicher dafür und dann ist diese neue Welt.

00:22:22: elektrisch Solarenergie Wind Energie ist eine sehr viel lebenswertere Welt und eine sehr viele günstige.

00:22:31: Auch die Autos werden günstiger, weil dieser Preispunkt wo Verbrenner günstig waren, der ist in China längst vorbei.

00:22:39: In China sind die günstigen Autos mittlerweile Elektroautos.

00:22:42: Der Preis vor allem bei Batterien geht rapide voran.

00:22:46: Wenn Sie heute zu Hause eine solche Anlage haben, produzieren sie den Strom für maximal fünf Cent?

00:22:54: Die Kilowattstunde, ein Auto braucht zwanzig Kilowattsstunden für hundert Kilometer.

00:22:59: Das heißt sie fahren für einen Euro hunderte Kilometer.

00:23:02: das sind Zehntel von dem was Sie an Benzin oder Diesel dafür zahlen.

00:23:06: also und daher bin ich schon der Meinung wenn man konsequent umsteuert jetzt wird es wieder günstiger für alle.

00:23:13: Und über welchen Zeitraum reden wir dann jetzt?

00:23:16: Ja, wir haben jetzt, glaube ich zuletzt, waren es dreißig Prozent Elektrofahrzeuge neu.

00:23:20: Wir brauchen da natürlich Elektro Fahrzeuge auch im Gebrauchtmarkt und so.

00:23:23: das wird sicherlich fünf bis sechs Jahre dauern wobei die Energiewende in der Stromerzeugung ging relativ schnell.

00:23:29: Das ist je weiterhin hohen Solarzubau weil's einfach wirtschaftlich die bessere Alternative ist.

00:23:34: deswegen ist es auch unverständlich für manche was unsere Energiepolitik-Vorgaben sind, eben da es noch mal stärker in Gaskraftwerke zu investieren.

00:23:44: Jetzt reden wir über die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands aber auch Europas und ich merke das auch.

00:23:51: Sie sind sehr dabei zu sagen Es gibt viele Chancen.

00:23:54: Wir dürfen nicht nur auf den negativen Seiten schauen.

00:23:57: Wo sind denn die größten Chancens in Europa?

00:24:00: Ich

00:24:00: glaube schon dass dieser Umbruch der jetzt stattfindet gerade Neugründungen hilft Startups.

00:24:07: Wir haben eine Startup-Szene mittlerweile in Deutschland, TU München allen voran die zu meiner Zeit, dass ich studiert habe unvorstellbar war.

00:24:16: Ich hab auch da studiert aber es war undenkbar das da Prozentsatz der absolventen Unternehmer werden, dass sie finanziert werden.

00:24:23: Da ist viel gelungen in den letzten Jahren.

00:24:25: Ich glaube auch, dass es eine Zeit ist in der gerade die kleineren Unternehmen, der Mittelstand, die Privatunternehmen auch jetzt in den Fonds vielleicht die Small-Mitcaps, die starke Weltmarktpositionen haben überwiegend.

00:24:41: Dass sie in dieser Zeit reduzieren können und sich schneller anpassen als die großen Konzerne.

00:24:46: Was sind das denn?

00:24:47: Die großen?

00:24:48: gegen den größten Wertverfall haben wir momentan in Deutschland bei SAP, unserem technologischen Aushängeschild nachher als Mehrwert verloren gegangen, als ich bei VW seitlich weg bin.

00:25:02: Das sind schon die Dinge, die einerseits natürlich die neuen Risiken zeigen.

00:25:06: Aber auch zeigen – da gibt es ja wohl Unternehmen, die diese Lücke füllen werden.

00:25:13: Mal abgesehen von Startups, von Unternehmertum.

00:25:17: Ich würde

00:25:18: schon ausweiten.

00:25:19: Es ist auch der typische deutsche Mittelstand des mittelgroße kleinen Unternehmen, des inhabergeführte Unternehmen und des Familienunternehmen, das eigentlich Vorteile haben sollte in einer sich rasch bewegenden Welt weil die Konzerne sind starrer und schwerer umzusteuern.

00:25:37: Ja, und es gibt ja auch viele Menschen die wollen ja auch investieren.

00:25:40: also sie wollen ja in Unternehmen logischerweise investieren.

00:25:44: und was da vielleicht schlau wäre wie man das wie man sich da auch gut an aufstellt als Anleger und Anlegarin darüber sprechen wir jetzt mit unserem Experten von Union Investment Herr Werning, willkommen hier bei uns in der Runde.

00:26:02: Leiter von ESG Capital Markets und Stewardship by Union Investment.

00:26:07: Es wird jetzt natürlich sehr spannend sein zu hören wie Anleger-Anlegerinnen am besten reagieren in diesem gerade Kapitalmarkt wo ja viel Bewegung drin ist wenn sie Herrn Disso zuhören mit der ganzen Transformation Und dies spricht ja viel aber auch von Chancen.

00:26:26: Sehen Sie das ähnlich?

00:26:27: zum Anliegen?

00:26:29: Ja, erst mal vielen Dank für die Einladung und ja ich sehe das ähnlich.

00:26:33: Und ich seh dass wir Herrn Dies, ich glaube das was wir uns vor Augen führen müssen ist, dass Herr Dies als ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Volkswagen über die Energiewende spricht, über Elektrifizierung und über die Krisen die wir gerade sehen und es sind das Paradoxe glaub' ich was wir auch grade in der Medienlandschaft wahrnehmen is', dass wir von Kriegen hören wo's sehr viel um Konflikte geht.

00:26:51: dann hören wir Transformation, dann hören grüne Energiewände und gefühlt nimmt man nur Krisen wahr.

00:26:56: Und das ist das ganz, ganz Wichtige auch für Anleger zu verstehen dass das viele Chancen birgt weil immer dann wenn es Verlierer gibt auch auf Unternehmensseite in Industrien dann entstehen ganz natürlich in diesem Spiel auch Gewinner und darum geht es bei uns dass wir diese Gewinner möglichst frühzeitig auch identifizieren investierbar machen in unseren Fonds um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen.

00:27:17: Ich glaube das Paradoxeste, was Herr Dies gerade auch gesagt hat ist dass wir fast schon Donald Trump-Fans sind und das mag zynisch klingen.

00:27:24: Aber Donald Trump hat in den letzten zehn Wochen mit dem Iran Krieg für den europäischen Klimaschutz und für das europäische Zusammengehörigkeitsgefühl mehr getan als zehn Jahre Klimaschutz seit Paris abkommen.

00:27:35: Und warum sage ich das?

00:27:36: Wir sehen einen Solarboom!

00:27:37: Wir sehen Elektrifizierungsboom... Wir sehen eigentlich all die Themen, die wir uns vor fünf Jahren während des Hypes um Nachhaltigkeit gewünscht hätte.

00:27:44: Die werden heute Realität Und nicht weil wir das aus gutem Menschen tun, genau so tun.

00:27:50: Sondern weil es einfach wirtschaftlich Sinn macht.

00:27:51: Das ist genau das was Herr Dies beschreibt, dass der Kapitalmarkt genau das jetzt gerade spielt!

00:27:56: Wir wollen die Unabhängigkeit in Europa fördern, wir wollen die unabhängig von fossilen Energieformen fördern und wir sehen, dass das alles wirtschaftliche Sinn macht!

00:28:03: D.h.,

00:28:04: es ist genau dieses Traum-Szenario eigentlich eingetreten, was wir uns vor fünf Jahren gewünscht hätten auch wenn wir uns den Iran Krieg natürlich nicht wünschen.

00:28:10: Und

00:28:13: genau nach Ihren Worten, wenn man sagt Europa rückt jetzt näher zusammen auch durch Donald Trump.

00:28:21: Was bedeutet das denn für Anlagestrategien aktuell?

00:28:25: Dass der Fokus ein Stück weggeht von rein Nordamerika hin zu europäischen Anlagen.

00:28:31: Wir haben oft von dem sicheren Hafen in den USA gesprochen und da müssen wir drüber nachdenken ob es genau noch so ist unter Donald Trump was wir sehen dass immer mehr Kapitale auch nach Europa fließt.

00:28:40: ich glaube wir müssen uns Ganz selbstbewusst darüber im Klaren werden, welche Innovationskraft Europa trägt.

00:28:46: Europa als Gebilde hat über vierhundert Millionen Einwohner in den USA sind dreihundertzwanzig wie Sie im Vorgespräch gesagt haben ja dies.

00:28:52: Das heißt Europa kann unglaublich viel erreichen wenn wir weggehen von dieser einzelnen Staatenlogik hin zu einer europäischen Idee zum einen und zum anderen uns auch gerade am Kapitalmarkt bewusst werden welcher Innovations Kraft wird tragen?

00:29:04: Erinnern wir uns zurück an die letzte Krise Covid-Krise.

00:29:07: Wir haben innerhalb von achtzehn Monaten ein Impfstoff gegen Corona entwickelt.

00:29:11: Das heißt, manchmal geraten auch so ein bisschen die Erfolge der Vergangenheit in Vergessenheit.

00:29:16: Das soll nicht außen vorhalten, dass wir gerade eine Automobilindustrie in einer riesigen Transformation stecken und das das gerade für eine Automobilstandort wie Deutschland eine Riesenherausforderung ist.

00:29:27: Gleichzeitig ist es aber auch eine Chance!

00:29:29: Ich glaube, dass Deutschland – und gerade auf BMW, Volkswagen Mercedes – deutlich besser machen als alle anderen Automobilhersteller der Welt.

00:29:36: Schauen wir uns fort an, die haben sich gerade in den USA dazu entschieden, glaube ich, neunzehn Milliarden abzuschreiben und sich komplett aus der Elektromobilität zurückzuziehen.

00:29:43: Das ist der einzige Markt, der grade noch wächst!

00:29:46: Verbrenner ist rückläufig – dem wird es auch immer noch geben – aber IWs, die wachsen und die wachsen auch weil wir uns elektrifizieren.

00:29:53: Und jetzt gucken wir mal aufs Portfolio.

00:29:57: Wenn wir eigentlich darüber sprechen, auch über Fonds – Wir gucken ja schon häufig in die USA – wie sollte man sich dann vielleicht jetzt auch aufstellen gerade wenn wir über den europäischen Kapitalmarkt sprechen?

00:30:11: Im Portfoli Kontext ist es ganz, ganz wichtig dass man die Ruhe behält in solchen Krisen.

00:30:16: Dass man versucht die Gewinner zu identifizieren.

00:30:18: ich bin da die Ruhin Person weil wir einfach über zweieinhalb Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Portfolio Management haben die ganze Ruhe sich den Kapitalmarkt anschauen und langfristige Anlageentscheidungen treffen Und wir wollen die Gewinner von morgen identifizieren, haben ein eigenes Transformationsrating entwickelt.

00:30:32: Wo wir uns die Capac-Struktur der Unternehmen anschauen und uns anschauen wohin gehen eigentlich die Ziele um dann auch wirklich die Gewinder zu haben?

00:30:38: Wir führen intensive Gespräche mit den Unternehmen.

00:30:41: Ich komme jetzt gerade aus einem Aufsichtsratsgespräch Mit dem aufsichtsratz Vorsitzenden eines großen deutschen DAX-Konzerns in der Automobilindustrie Der in dem Gespräch gesagt hat sie strehend vor sehr schwierigen Entscheidungen Und das ist ein wortwörtliches Zitat.

00:30:58: Wir müssen uns transformieren, sonst werden wir

00:31:00: transformiert.".

00:31:01: Das was der Kern dieser Aussage ist, besser man stößt diese Transformation selbst an als dass sie durch externe Shocks ausgelöst wird weil dann ist man besser positioniert und wiederstandsfähiger.

00:31:13: Jetzt

00:31:13: haben Sie schon von den sogenannten Transformationsgewinnern gesprochen.

00:31:18: Wie finden Sie die?

00:31:20: Woran erkennen Sie die?

00:31:22: Die erkennen wir natürlich durch eine wirklich sehr detaillierte Analyse, durch die Gespräche auch mit dem Topmanagement der Unternehmen.

00:31:28: Wir führen pro Jahr etwa fünftausend Gespräche mit Topmanagements früher auch mit Herrn Dies mit den Aufsichtsräten.

00:31:34: das heißt wir versuchen zu verstehen wo ist die Strategie wie takt das Management wohin geht die Reise bei dem Unternehmen und müssen sehr genau hinschauen weil natürlich ganz oft viel gesagt wird.

00:31:44: wenige Unternehmen würden uns im Gespräch sagen wir sind übrigens Transformationsgewinner wenn sie eigentlich der Verlierer sind.

00:31:49: Das würde kein Unternehmen dieser Welt sagen, das heißt wir müssen wirklich sehr sehr kritisch sein die ich glaube dass was ist immer ganz ganz gut abbildet sind.

00:31:57: es die Bedeutung der Gespräche ist das Gespräch mit RWE auch in Dachskonzern ein sehr wichtiger Energieanbieter in Deutschland eines meiner ersten persönlichen Gespräche bei Union Investment Ich bin seit zehn Jahren dabei war mit dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden dessen Name ich jetzt hier nicht nenne wo wir zwei Jahrzehnte nach einem CO-Zweiziel gefragt haben und er uns nicht als Ökoterroristen beschimpft hat, aber durchaus ungehalten darauf reagiert hat, warum wir den RWE damals noch sehr stark in der Braunkohle aktiv nach CO-Zählen fragen.

00:32:24: Und heute, zwanzig sechsundzwanzig, ja dieses Sie kennen Herrn Greber Wenn man Herrn Greberg zuhört dann ist das ein absoluter Kulturwandel Herr Greber sprich davon dass der Klimawandel die größte Herausforderung für RWE ist.

00:32:34: und RWE sitzt komplett auf erneuerbare Energien natürlich immer noch mit dem kleinen Teil in der Kohle Aber RWE ist auf dem Weg, der größte Anbieter erneuerbare Energien in Europa zu werden.

00:32:45: Das heißt da sieht man die Transformation und da versuchen wir als Investor natürlich möglichst frühzeitig genau diesen Weg zu identifizieren weil der Kapitalmarkt das honoriert.

00:32:55: Und das ist genau der Punkt wenn Transformation am Kapital Markt aktiv ist dann ist es wirklich ein sehr wichtiger Informationspunkt für uns.

00:33:05: Sie sprechen mit so vielen unterschiedlichen Menschen, wie erkennen sie solche sogenannten Transformationsgewinner?

00:33:13: Ja das ist eine sehr weit gefasste Frage.

00:33:17: vielleicht an einem Beispiel wir sind einer.

00:33:20: ich bin Aufsichtsratsvorsitzender von Infinien.

00:33:22: Wir sind ganz klar, wir sind Weltmarktführer bei Leistungshalbleitern.

00:33:28: Leistungshalbleiter gehen in Wind, Onshore, Offshore, Solaranlagen und Elektroautos.

00:33:34: An einem Elektroauto können wir jetzt über den doppelten Umsatz herziehen wie an dem Verbrenner.

00:33:39: Und wir haben diese Technologie der Leistungsheilbleiter... weltweit eingesetzt wird, kultiviert über die letzten zwanzig dreißig Jahre im vielleicht einem gewissen Vorgriff dass das stattfinden wird.

00:33:51: Wir glauben an Elektrifizierung und natürlich sind wir ein Gewinner jetzt weil es immer offensichtlich wird, dass einfach die bessere die günstige Technik ist.

00:34:00: viel davon in China, weil China Vorreiter ist in vielen Dingen so wie in der Elektrifizei man das macht.

00:34:05: ich finde ich habe großen Respekt vor dem amtierenden Vorstand drum.

00:34:11: Die haben das früh erkannt in den physikalischen Überlegungen.

00:34:18: Man schaut sich Kostenkurven an, so lau wird immer günstiger.

00:34:21: die technische Lernkurve ist eine Kostenreduzierung.

00:34:26: bei einer Verdopplung des komolierten Volumens von von etwa twenty-fünfundzwanzig Prozent und das geht jetzt seit zehn Jahren, als die Soleilindustrie noch hier in Deutschland war kostete das Watt Peak etwa zwei Euro.

00:34:40: Wir haben es dann aufgegeben und jetzt kostet es Watt peak achtzehnt also diese Kostenreduzierung.

00:34:45: Und als technische Unternehmen blicken wir da drauf und sagen wie geht es?

00:34:49: Wie kommt es noch?

00:34:50: Wann wirds Wettbewerbsfähige gegenüber Atomstrom, Gas und so.

00:34:55: Und dann kommt man einfach zum Schluss die Welt wird elektrisch.

00:34:58: Diese Zeit der fossilen Energien ist vorbei nicht weil wir die Welt treten wollen und deswegen macht es ja auch nicht China sondern weil sie die günstigste Energie produzieren wollen.

00:35:08: Man kann da mit einem guten Strategie-Team draufblicken und das Team bei Infinen hat diese Trends schnell erkannt.

00:35:15: übrigens jetzt auch dieses Thema Datenzentren.

00:35:18: Wir sind der führende bei der Energieversorgung von Datenzentern, wir haben die effizienteste Energieversorgen und wir waren wahrscheinlich mit den ersten, die erkannt haben dass der Engpass für KI die Leistungsversorgungen sein wird.

00:35:32: Dieser immensen, man misst ja jetzt Rechenleistung nicht mehr in Computerpower sondern in kilowatt verbrauchten Strom Und das haben wir früher erkannt, haben uns da ein Team drauf.

00:35:46: Gleiches machen wir jetzt übrigens bei Humanaiden-Robotern.

00:35:49: Humanaide-Roboter kommen uns sehr nahe weil sie sehr vergleichbar sind mit der Architektur von dem Auto.

00:35:56: Viel Sensorenformation die verarbeitet werden muss zentral und wir haben dafür fast alle Komponenten und deswegen engagieren wir uns jetzt stark wissend dass es vor zwanzig dreißig oder so kein richtiger Markt wird.

00:36:09: aber wir positionieren uns heute.

00:36:10: Also ich glaube schon, wenn Sie auf diese Unternehmen zugehen sicherlich fragen werden wie sitzt er den Trend?

00:36:19: wann kommt es?

00:36:20: Wann wird das ein wirtschaftlicher Durchbruch?

00:36:21: und da kann man, wenn man gute Teams hat dann kann man analytisch sehr viel ableiten.

00:36:26: Und daran erkennt man das und sagen wir das Gegenteil erkennt an Leuten die einfach sagen und diese Technologie und der Verbrenner oder die Gasturbine bleibt noch so lang, weil da bin ich immer.

00:36:40: Das sind dann häufig Argumentationsketten die halten eine gewisse Zeit aber der Physik und dem wirtschaftlichen Vorschlag können sie nicht entkommen.

00:36:49: Und deswegen kann so ein Trump auch die Energiewende vielleicht ein bisschen verzögern, aber aufhalten werden sie nicht.

00:36:56: Also die Welt wird elektrisch sagen Sie ganz klar merken Sie das in Anlagestrategien?

00:37:02: Wenn Anlegerinnen jetzt zu Inkommen gibt es einen Unterschied.

00:37:07: Also sagen wir mal zwei, drei Jahren noch?

00:37:10: Ich glaube den Unterschied hat Herr Dias ganz richtig beschrieben.

00:37:13: Das vor drei oder auch fünf Jahren ging es beim Thema Nachhaltigkeit und Elektrifizierung ganz viel um gut Menschen tun.

00:37:19: Wir wollen die Welt retten!

00:37:20: Und das was wir heute sehen ist natürlich dass das auch noch vorhanden ist.

00:37:22: aber wir sehen das erste Mal dass das alles ökonomisch sehr viel mehr Sinn macht, weil es einfach günstiger ist.

00:37:28: Also Stichwort Solar ist die günstigste Energieform, die wir haben.

00:37:31: Das hätten wir uns vor fünf oder zehn Jahren komplett gehofft und erträumt und heute ist das Realität.

00:37:36: Das heißt, wir sehen da ein großes Interesse nicht aus einem ethischen Charakter heraus sondern einfach aus dem reinen ökonomischen Interesse, weil man natürlich die Gewinner der nächsten zehn Jahre auch identifizieren möchte und dass sind dann die Unternehmen, die positiv genau darauf auch einzahlen.

00:37:50: Am schönsten ist ja wenn sogar beides gleichzeitig!

00:37:52: Geht,

00:37:53: wenn man profitiert unten ethisches Interesse auch noch dahinter steht.

00:37:58: Wie würden Sie sagen verändert sich gerade?

00:38:02: Wenn wir mal leicht in die Zukunft gucken und den nächsten fünf Jahren so ein Anlage-Strategie verhalten, worauf sollte man sich jetzt auch einstellen?

00:38:11: Ich glaube das Wichtige ist, dass man es kontinuierlich macht.

00:38:14: Das größte Problem bei der Kapitalanlage ist wenn man sagt man steckt alles auf einmal zum gleichen Zeitpunkt in ein Unternehmen sondern man sollte möglichst breit diversifiziert sein idealerweise über einen Sparplan um die verschiedenen Marktphasen ausgleichen zu können.

00:38:26: und dann kommt es einfach von der Kundenproferenz auch ab.

00:38:28: wofür will ich anlegen?

00:38:29: Wofür Willig sparen?

00:38:30: Will ich wie Herr Diesen startabgründen und brauche das Geld möglich bald oder geht's eher um die Altersvorsorge?

00:38:35: Das sind verschiedene Fragen die zu stellen sind.

00:38:37: aber Eine Sache ist heute ganz klar herausgekommen.

00:38:40: Die Gewinner der Zukunft sind genau die Unternehmen, die auf eine nachhaltige Welt einzahlen und die auf Transformationen einzahlen.

00:38:46: positiv und die Nachmöglichkeit nicht Nokia heißen wo wir irgendeinen Moment verpassen uns dann auch selbst zu transformieren.

00:38:52: Und um es nochmal ganz klar festzuhalten worauf sollte man sich jetzt wirklich im Umbruch einstellen?

00:39:02: Glaubt gerade im Umbruch gibt es unglaublich viele Chancen, weil es Gewinner gibt und genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt über wirklich auch eine gute Kapitalanlage nachzudenken.

00:39:10: Dann

00:39:11: habe ich jetzt abschließend noch ein kleines Entweder- oder Spiel für Sie beide.

00:39:17: Heldies, ich starte mal mit Ihnen!

00:39:20: Bargeld im Safe oder Krypto im Wallet?

00:39:23: Was sagen Sie?

00:39:24: Über Krypto diskutiere ich die ganze Zeit mit meinem Sohn, weil ich kann dem schon was abgewinnen.

00:39:32: Insbesondere aus der deutschen Perspektive vielleicht nicht so viel aber global gibt es ja wahnsinnig viele Märkte unter hohem Inflationsdruck stehen und da in Zahlungsmittel zu haben das erstmal nicht inflationiert sondern vielleicht sogar zwar eine hohe Volatilität hat aber eben per se jetzt mal nicht inflationieren ist einfach schon was, was dazu führen kann wenn man es regulatorisch akzeptiert und der Trend war ja da das ist immer mehr an Bedeutung gewinnt.

00:40:01: also ich habe wir haben nichts investiert in

00:40:04: Krypto.

00:40:05: Er so noch

00:40:06: nicht?

00:40:06: Ja der hatte er schon.

00:40:08: aber ich wollte jetzt ein bisschen mehr investieren.

00:40:11: Aber wir konnten uns nicht einigen weil für uns auch ich bin jetzt auch kein Spezialist ist der Markt auch sehr unübersichtlich.

00:40:16: die Produkte sind sehr un übersichtlich.

00:40:18: Da bräuchte vielleicht ein bisschen Rad oder vielleicht die Chance nutzen wenn wir noch ein bisschen reden können.

00:40:24: Aber ich finde es schon ein Thema, das man haben sollte... Wir haben auch ein bisschen Bargeld weil ich auch damit rechne dass wir einfach noch mehr Chancen sehen werden und da sind wir in der Familie gibt's eine Diskussion aber ich glaube schon Chancen sehen werden.

00:40:44: Ich bin auch in ein Start-up, das in dem Karriereumfeld tätiges investiert und da brauche ich dann das Geld.

00:40:50: Das waren auch die Zehntausend Euro.

00:40:53: Wo wir drüber gesprochen haben – wie sieht es bei Ihnen aus?

00:40:55: Bargeld im Safe oder Krypto im Wallet?

00:40:57: Ich

00:40:57: glaube, hat beides eine Daseinsberechtigung gerade Kryptow als Beimischung.

00:41:00: Bei mir persönlich sind's eher die Fonds mit Nachhaltigkeitsstrategie.

00:41:04: Sehr gut!

00:41:04: Geld parken oder investieren

00:41:07: Ja, so wie gesagt.

00:41:08: Also ein bisschen was zur Seite legen weil ich glaube es gibt Chancen die man dann nur nutzen kann wenn man ein bisschen flüssig ist und aber überwiegend investieren ja in meinem Fall auch im Themen oder Projekte wo ich leidenschaftlich dahinterstehe.

00:41:28: Ich möchte das Geld so ausgeben dass sich auch persönliche Genugtuungen empfinde.

00:41:34: Aber das ist vielleicht als Investor ein richtiger Kriterium, weil man braucht, glaube ich, schon rationalere Gründe.

00:41:40: Aber bei mir spielt es auch eine Rolle und ich muss das auch mögen in was ich

00:41:44: investiere.

00:41:44: Also persönliche Genugtuung durch die Leidenschaft oder auch dadurch dass es dann erfolgreich ist?

00:41:49: Ja beides!

00:41:50: Beides ja... also ich bin jetzt nicht der typische rationale Investor, der wahrscheinlich viel erfolgreicher ist als ich im Portfolio, weil ich eben Ich bin auch in ein paar Fonds, die mir das dann abnehmen.

00:42:10: Herr Wenning, wie ist es bei Ihnen?

00:42:11: Geld parken oder investieren?

00:42:13: Investieren!

00:42:14: Ich glaube ich wäre falsch beschäftigt wenn ich eine andere Antwort

00:42:18: gebe.

00:42:22: Ja, das ist auch ein sehr breites Thema.

00:42:24: Ich finde wir haben diese Rentendiskussion, die steht uns ja auch noch bevor.

00:42:28: Wir werden die Rentensysteme so nicht finanzieren können.

00:42:31: ich bin jetzt in der Altersklasse wo einige meiner Kollegen schon nur noch Golf spielen und andere arbeiten sehr viel.

00:42:38: Ich arbeite auch gerne noch Und ich muss jetzt auch sagen, man lernt im Leben auch das.

00:42:46: es einfach Leute gibt die wahnsinnig gern arbeiten und die lassen dann nicht los.

00:42:50: Die machen auch weiter und die sollte man auch lassen.

00:42:53: Es gibt Leute, die einfach müde sind nach vierzig Jahren und sagen, Mensch nee, jetzt reicht's und sich dann... Man braucht, man sollte in der Gesellschaft diese Flexibilität akzeptieren.

00:43:05: Aber ich finde schon, wir sollten ein paar mehr Incentives setzen, dass die Leute länger arbeiten.

00:43:09: Weil das der Gesellschaft in Summe gut tut.

00:43:11: Die Leute sind zufriedener und haben übrigens auch eine höhere Lebenserwartung bei diesen Frühverrentungen.

00:43:18: So hat man gerade bei Männern sehr hohe Sterblichkeitsrisiko in den ersten zwei oder drei Jahren nach der Verrentung.

00:43:23: Ich würde jedem empfehlen... sucht euch noch eine ordene Aufgabe, macht es weiter.

00:43:27: Die meisten in meinem gekannten Kreis machen das und ich finde es gut vor allem in der Gesellschaft die wie unsere ein starkes Alterungsproblem hat.

00:43:36: wir brauchen mehr Leute die noch arbeiten und ist ja künstlich diese Altersgrenze mit mit mit sechzig oder siebzig.

00:43:42: mein Vater war sicherlich mit mit fünfundsechzig Rentenbedürfnis bedürftig aber ich bin's nicht.

00:43:48: also Das hat sich einfach auch gewandelt, weil die Arbeit nicht mehr so anstrengend ist wie früher vielleicht psychisch anstregender.

00:43:55: Aber körperlich eben nicht mehr.

00:43:57: diese fixen Grenzen finde ich sollte mal überdenken.

00:43:59: Man sieht ja auch in anderen Ländern eine USA wird bis jetzt hohe Alter gearbeitet – in Japan zum Teil auch!

00:44:07: Ja, es gibt ja die sogenannten Blue Spots.

00:44:09: Wo dann immer noch auch weitergearbeitet wird und da merkt man auch dass die mentale Gesundheit teilweise gestärkt ist.

00:44:15: Ja ich

00:44:15: finde die Arbeit ist

00:44:17: ja

00:44:17: nichts Schlimmes finde ich.

00:44:18: Wenn's die Richtige ist wenn sie einem erfüllt.

00:44:20: Und wenn das möglich ist.

00:44:22: Oder?

00:44:23: Wie ist es bei Ihnen?

00:44:24: Work-Live-Balance oder Frührente?

00:44:27: Ich habe mir gerade

00:44:28: ja vorgestellt,

00:44:29: zwei Jahre hätten sie auch noch.

00:44:31: Ich sehe älter aus als ich bin.

00:44:33: Ich hab mir Herr Dies gerade eher vorgestellt.

00:44:34: Sie in Frührente will ich mich nicht vorstellen.

00:44:36: das heißt wir sehen so einen Ticken daran.

00:44:38: Die Familie auch nicht!

00:44:38: Nein vielleicht die Familien nicht aber ich glaube profitieren sehr davon wie wir bei Herrn Dies sehen dass wir die Kompetenzen auch gerade wenn man dann aus dem Hauptberuf raus ist noch weiter für die Wirtschaft nutzt.

00:44:49: also da sehe ich keinen Punkt.

00:44:50: ich persönlich bin grade ich würde sagen Work-Kind Balance Und die Kinder zu balance ja noch.

00:44:56: Finanzplaner-App oder Excel?

00:44:59: Ja, App mittlerweile alles.

00:45:02: Da ist schon viel passiert und da gibt es wahrscheinlich jetzt auch nochmal durch KI, nochmal eine deutliche Verbesserung.

00:45:08: Aber Sie sind mit der App unterwegs?

00:45:11: Ja klar, also die Banken haben mittlerweile gute Apps dazu.

00:45:16: Auch für Anlagen das ist alles... Also wenn man es vergleicht, ob ich mal früher Aktien handeln musste da vor zwei bis drei Jahren.

00:45:25: Das ist ja unglaubliche Produktivität.

00:45:27: Auch Transparenz!

00:45:28: Wenn wir heute gerade auch mit KI, so Hintergrundinformationen zu bestimmten Investments und so, das würde ich sagen, das ist ein großer Unterschied von dem Jahr zum letzten Jahr.

00:45:39: Finanzplaner App oder

00:45:40: Excel?

00:45:41: Beides.

00:45:41: Private ist die Union von App natürlich aber ich bin auch viel noch in der Excel unterwegs.

00:45:47: Ich kombiniere das Beste aus beiden Welten

00:45:49: Diebdive vom Influencer oder Fachpublikation?

00:45:56: Der Influenser ist ein Finanzinfluencer.

00:46:04: Warschei ist die Wahrheit auch beides, weil im Kapitalmarkt darf man ja nicht nur die Unternehmenseite verstehen sondern man muss auch die Perception des Sentimenten im Markt, die Käuferseite verstehen und dazu sind wahrscheinlich so.

00:46:21: unter gibt es auch sehr qualifizierte von den Influencern, die man sich auf YouTube auch gut ansehen kann.

00:46:28: Ich finde schon eine Kombination Herr

00:46:32: Werning.

00:46:33: Ich glaube, dass für den Kapitarmark gilt was auch für die Politik gilt das sieben Sekunden TikTok-Videos sehr schwierig sind eine Komplexität darzustellen und dass in unserer Welt gerade ein Ticken fehlt.

00:46:42: deswegen würde ich mich primär an die Fachpublikationen halten mit dem Wunsch, dass es noch mehr gelesen wird.

00:46:47: Würde ich mir anschließen.

00:46:48: aber die habe ich nicht gemeint.

00:46:49: ich habe eher gemeint zu einem YouTube Video

00:46:52: über

00:46:53: bestimmte Investitionsthemen und da gibt's finde ich schnell

00:46:55: ganz gute auch.

00:46:57: Ja,

00:47:00: da gibt es auch dreißig Minuten.

00:47:01: Nein, das ist super!

00:47:02: All-in oder by and hold bis zur Rente?

00:47:06: All in, ja

00:47:07: klar.

00:47:07: Klar!

00:47:08: Natürlich bei Ihnen habe ich es auch nicht anders erwartet.

00:47:11: Dazwischen sparplan kontinuierlich.

00:47:14: Designerstück holen oder das Depot aufstocken?

00:47:18: Weder noch.

00:47:21: Also die Designerstücke verkaufe ich... also ich finde schon dass ein ansprechendes Ambiente Aber ich bin kein Sammler.

00:47:31: Und das ist aber eine persönliche Einstellung, da gibt es Sammlers und die sind damit glücklich.

00:47:34: Ich bin kein sammler deswegen auch so ein Sammlersstück jetzt.

00:47:39: Das bald zum Sammerstück wird auch demnächst verkaufen weil's mich eher belastet.

00:47:44: na?

00:47:44: Ich will Dinge wo sich was bewegt was vorankommt in die nächste Phase bringen und deswegen sind zwar manches Designerstück dabei dass mich umgibt in der Wohnung aber nichts als ne Sammlung

00:47:58: Und bei Ihnen eher Designerstück oder?

00:48:00: Ich

00:48:01: werde leider zum Sammler von Rennenrädern, die man auch unter Design passifizieren kann.

00:48:04: Aber ja eigentlich müsste ich das Depot aufstocken.

00:48:07: Vorletzte Frage!

00:48:08: Feierabendbierchen mit der Crew- oder Networking mit Sektempfang.

00:48:13: Ja da gibt es beides.

00:48:14: Was haben

00:48:15: Sie lieber?

00:48:17: Beides mag ich gerne... Ja, das ist ... Seck dem Fang klingt jetzt ein bisschen überheblich.

00:48:23: Aber so ein Glas Champagner hin und wieder mal wenn man was geliebt

00:48:26: hat.

00:48:28: Es gibt sogar einen Bierzelt in München ja?

00:48:30: Das habe ich davon wohl gehört!

00:48:33: Wie sieht es bei Ihnen aus?

00:48:34: Lieber Bier mit der Crew oder einen kleinen Sekt auf einem richtigen Empfang?

00:48:39: Das Feierabend hier mit der crew.

00:48:42: Verspätet mit der Bahn- oder Hintermsteuer im Stau?

00:48:48: Ich bin erst mal pünktlich angekommen mit der Deutschen Bundesbahn von München hier.

00:48:53: Die ist schon immer wieder da abgeschrieben, ich fahre sehr gern mit der Bahn und war gestern im Stauverkehr unterwegs.

00:49:01: Es war nicht sehr angenehm aber auch das wird angenehmer.

00:49:03: Ich habe gerade so einen neuen ID.Drei bekommen vom alten Unternehmen, der fährt im StAU jetzt fast selbst.

00:49:08: Da geht es auch, weil dann kann man nebenher so ein bisschen telefonieren.

00:49:11: Ja.

00:49:12: Vielleicht sie noch mal als ...

00:49:13: Aber Hauptsache Bewegung

00:49:14: ist wichtig!

00:49:15: Ich merke das schon bei Innsbewegungen, dass A und O das sogenannte.

00:49:18: Bewegung

00:49:18: is wichtig.

00:49:20: Und vielleicht da kurz anschließend Sie als Automobil-Profi.

00:49:25: also ich glaube ihr könnt jetzt hier keinen größeren Automobilprofi haben.

00:49:27: Alter gibt's sicherlich

00:49:28: berufelnere, ja.

00:49:29: Aber selbstfahrende Autos?

00:49:31: Ja klar.

00:49:34: Freu ich mich riesig drauf, weil man wird ja dann irgendwann kommen zu einer Grenze wo man vielleicht auch nicht mehr fahren sollte oder man trinkt mein Gläschen.

00:49:41: Dann sollte man auf keinen Fall fahren und das wird eine großartige Revolution werden.

00:49:49: Mein Tipp war immer schon vor zehn Jahren, zwanzig, dreißig fahren wir.

00:49:52: Also ich zumindest an meine Richtung Italien und es wird wohl so sein.

00:49:56: also die Fortschritte jetzt in den letzten Monaten Ich komme gerade auf der Automesse im Peking waren auch in dem Segment fand ich sehr bemerkenswert weil man jetzt eben das war eine Konvergenz bei den ganzen Chinesen auch einige Europäer Die sind zweiten Wahrnehmungsgeber.

00:50:15: Man fährt ja mit Kameras, zehn, fünfzehn Kameras im Auto und jetzt kommen eben Leiders dazu also praktisch Laserscanner die das nochmal abteilen.

00:50:23: Damit bekommt man eine Redundanz und eine Sicherheit und diese sind jetzt extrem günstig geworden in China.

00:50:29: Und da spricht man jetzt von nächstes Jahr Im nächsten Jahr von vielen Herstellern die Level drei ready sind.

00:50:37: und level three ready heißt dann dass man nebenher dann eben schon mal mail schreiben kann und einfach nur noch da sitzt.

00:50:46: Und das ist der erste Schritt, und dann glaube ich schon dass wir bis zu�undzig-dreißig werden.

00:50:49: wir das sehen!

00:50:50: Und wenn es funktioniert, dann wirds sehr günstig sein weil's einfach nicht sehr schnell skaliert.

00:50:56: Das ist ja nur Software und hoffentlich unsere Halbleiter von Infineen und unsere Sensoren.

00:51:03: Dann wirds günstiger und dann wird es jeder nehmen.

00:51:05: Weil man muss jetzt sagen, ein bisschen ausholen... Das ist vielleicht ganz interessant.

00:51:10: Diese Systeme, die jetzt so im Markt sind, sind etwa zehnmal besser als der Mensch.

00:51:15: Tesla nicht so ganz, vielleicht sieben-acht mal besser aber Waymo auch die Chinesen fahren etwa zehnmals sicherer als der Menschen.

00:51:22: Das reicht bei der Weitem nicht weil dann haltet man immer noch ein paar Verkehrstrote aufgrund von Roboterunfällen.

00:51:29: Aber ich glaube bei dem Faktor Hundert wenn man hundert Mal besser autonom fährt wie selbst als Mensch im Durchschnitt Dann ist die Frage neu zu stellen, weil dann verliert man so viele Menschenleben indem er die Menschen fahren lässt.

00:51:44: Dann muss man die Zulassung erwägen und das wird passieren in den Jahren.

00:51:51: Der Fortschritt ist jetzt momentan eine Verdopplung der Leistungsfähigkeit insbesondere durch KI End-to-End Modelle etwa alle halbes Jahr Und dann haben wir noch vier, fünf Verdoppelungen und damit kommen wir auf den Faktor hundert.

00:52:04: Verbesserung bis zwanzig-dreißig.

00:52:06: Das ist eine andere physikalische Herleitung.

00:52:09: deswegen sage ich mag zweiunddreißig sein oder neunundzwanzig aber bis dahin ist die Aufgabe gelöst.

00:52:15: Also zehn Jahre dauert

00:52:17: nicht mehr!

00:52:17: Dann fährt jeder.

00:52:19: Sind wir gespannt?

00:52:19: Nicht

00:52:20: jeder, aber das da dann vielleicht noch zehn Jahre.

00:52:22: Aber ich fahre dann ja.

00:52:24: Ja, ich bin gespannt, weil gerade in Hamburg ist vor mir ein selbstfahrendes Auto gefahren.

00:52:28: Ja

00:52:28: von vor mir wahrscheinlich.

00:52:30: Wahrscheinlich und ich finde es sehr spannend diese Entwicklung gerade auch mitzubekommen.

00:52:36: Dann natürlich abschließend auch für Sie die Frage verspätet mit der Bahn oder hinter dem Steuer im Stau?

00:52:41: Ich fahrer sehr gerne Auto, aber im Staus lieber verspähtet im Zug, weil ich dann auch arbeiten kann.

00:52:48: Sehr gut, Heddies.

00:52:49: Wollen wir jetzt nochmal auf unser Gespräch schauen?

00:52:53: Was ist der Gedanke von dem Sie gerne hätten, dass wir den hier aus dem Gespräch mit rausnehmen?

00:52:59: Wir haben in Deutschland immer noch eine Wahrnehmung.

00:53:02: Die ist auch geprägt von der Verteidigungslinie nicht immer, weil es gibt in Deutschland natürlich viele Unternehmen die auch viel zu verlieren haben durch diese Energiewende.

00:53:10: Das sind nicht nur traditionelle RWE sondern stellen sie den Getriebe-Leveranten vor für die eine Selektomobilität tödlich und einen ZF oder malekolben Hersteller.

00:53:22: Auch so ein Bosch, der viel mit Diesel ausrüstung verdient.

00:53:25: also wir haben eine große Widerstandslinie auch jetzt bei den Energien.

00:53:29: Energieerzeugern sind erst mal nicht daran interessiert, dass Energie günstig wird.

00:53:32: Die wollen Umsatz machen, so wie Autohersteller sind auch nicht interessiert das Autos günstigt werden sondern die wollen Umsatz machen und gewinnen.

00:53:40: Und von daher haben wir eine große Front die diese Energiewende immer noch in Frage stellt Obwohl die Faktenlage eigentlich klar ist.

00:53:46: aber die öffentliche Wahrnehmung ist immer noch so Dass Erneuerbare und Solar teurer sind als Kohle.

00:53:55: Und wenn das Kippt hier beiträgt, dann haben wir eine gute Veranstaltung gehabt.

00:54:02: Vielen Dank.

00:54:03: Danke, Herr Dieß!

00:54:04: Schön dass ich hier bei uns war und danke, Herr Werning natürlich auch für die Insights nochmal für Anleger und Anlegarinnen.

00:54:09: Das war unsere Folge von investiert.

00:54:11: wir hoffen das ihr in zwei Wochen wieder mit dabei seid.

00:54:16: In zwei wochen dienstags Abonnierte uns gerne drückt die Glocke macht alles dafür Dass wir hier sichtbar werden und gehört werden.

00:54:24: das hilft uns natürlich sehr Auch für all die tips die hier in diesem podcast Von tollen hochkarätigen gästen kommen.

00:54:32: Vielen Dank und bis in zwei Wochen.

00:55:03: Darin finden Sie ausführliche produktspezifische Informationen, insbesondere zu den Anlagezielen, den Anlagengrundsätzen zur Chancen, zu Risiken sowie Erläuterung zum Risikoprofil der Fonds.

00:55:14: Diese Dokumente sowie die Anlagebedingungen und die Jahres- und Halbjahresberichte bilden die allein verbindliche Grundlage für den Kauf der Fons – sie sind kostenlos in deutscher Sprache erhältlich über den Kundenservice der Union Investment Service Bank AG oder auf www.union-investment.de.

00:55:34: Weitere Informationen über nachhaltigkeitsrelevante Aspekte der Fonds finden Sie auf www.union-investment.de/.esg-fonds.

00:55:45: Eine Zusammenfassung Ihrer Anlegerrechte in deutscher Sprache und weitere Informationen zu Instrumenten der kollektiven Rechtsdurchsetzung erhalten Sie auf.

00:55:59: Union Investment Management GmbH kann jederzeit beschließen, Vorkehrungen die sie gegebenenfalls für den Vertrieb von Anteilen eines Fonds und oder Anteilklassen eines Fons in einem anderen Mitgliedstaat als ihrem Herkunftsmitgliedstaats getroffen hat wieder aufzuheben.

00:56:13: Die Inhalte dieses Podcast stellen keine Handlungsempfehlung dar.

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00:56:47: entstehen.".

00:56:48: Stand aller Informationen, Darstellungen und Erläuterung – Zwölf der Mai.

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